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August 2011

„Freiwilligendienste weiter im Trend“

300 junge Menschen im Freiwilligen Sozialen Jahr oder Bundesfreiwilligendienst in Einrichtungen von Kirche und Diakonie


Für viele junge Frauen und Männer zwischen 16 und 26 Jahren beginnt am Donnerstag ein neuer Lebensabschnitt: Sie beginnen ihren Freiwilligendienst im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) beim Diakonischen Werk in Hessen und Nassau (DWHN), um für ein Jahr in diakonischen und kirchlichen Einrichtungen in Hessen und Nassau, etwa  in Kindertagesstätten, in Kinder- und Jugendheimen, in Einrichtungen der Behinderten- und Eingliederungshilfe, in Altenpflegeheimen, in ambulanten Diensten, in Kirchengemeinden oder in Ganztagsschulen, unterstützend mitzuarbeiten.


139 von den insgesamt 300 Freiwilligen haben schon im August ihren Dienst begonnen: Sie alle haben sich für ein FSJ oder für den bereits seit 1. Juli bundesweit eingeführten Bundesfreiwilligendienst (BFD) entschieden, um erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln oder hautnah zu prüfen, ob ein sozialer Beruf für sie in Frage kommt. „Diese Auszeit zwischen Schule und Beruf mit den vielfältigen Erfahrungen und der Möglichkeit, mit unterschiedlichen Menschen und deren Lebensumständen in Kontakt zu kommen, sind ein unschätzbarer Wert für die eigene Biografie. Aber auch die Einrichtungen können auf diese Weise Nachwuchsmitarbeitende für sich gewinnen“, sagt Ingrid Pontzen, Leiterin der Freiwilligen Sozialen Dienste im DWHN.


Das DWHN bietet dieses Jahr neben dem bewährten FSJ, das für junge Menschen zwischen 16 und 26 Jahren gedacht ist, auch den Bundesfreiwilligendienst an, der Frauen und Männern jeden Alters offen steht. Beide Dienstformen werden nahezu identisch gestaltet, für Freiwillige und Einrichtungen bestehen kaum Unterschiede. Besonders attraktiv ist der BFD für viele unter anderem dadurch, dass er auch in Teilzeit ab 20 Wochenstunden geleistet werden kann.


Zum neuen Bundesfreiwilligendienst sagte Pontzen: „Wir haben bereits 52 Freiwillige für den Bundesfreiwilligendienst in diakonischen Einrichtungen gewonnen. Viele der ursprünglich Interessierten haben sich aber doch noch für die Teilnahme am Freiwilligen Sozialen Jahr entschieden. Denn die Rahmenbedingungen für den Bundesfreiwilligendienst wie Kindergeldregelung oder Anerkennung von Wartezeiten waren lange nicht geklärt“, so Pontzen. Dass nun vom Bundesministerium die zunächst versprochenen Fördermittel für das FSJ begrenzt würden, sei ein fatales Signal an alle Freiwilligen und ihre Familien, konterkariere die bisherigen Planungen der Träger, die das FSJ anbieten, und schränke die Wahlfreiheit für ein FSJ oder den BFD ein. Die Wahlfreiheit sei eine wesentliche Grundlage unserer Gesellschaft und müsse beibehalten werden.


Aufgrund der hohen Nachfrage hat das DWHN die Angebote im Freiwilligendienst in diesem Jahr von 250 auf 300 Plätze weiter ausgebaut. „Wir sehen uns in unserem Konzept bestätigt: als bewährtes Angebot mit hoher Bildungsqualität und großem zivilgesellschaftlichem Potenzial“, so Pontzen.

Weitere Informationen zum FSJ und BFD gibt es auch unter www.fsj-dwhn.de


Informationen zum FSJ:


bundesweit:     
knapp 40.000 (2010-2011)  
(37.748 FSJler, Zahlen ohne Kommunen)

in Hessen:
2009    -2010: 3.427 FSJler/FSJlerinnen  
2010-2011: 3.873 FSJler/FSJlerinnen

im DWHN:     
2000-2001: 84 FSJler
2006-2007: 136 FSJler
2011-2012: 248 FSJler
Tendenz stark steigend. Große Nachfrage
    
Bundesfreiwilligendienst im DWHN 2011-2012:
52 Personen


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