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PorträtMitglieder- und Trägerverband sowie Spitzenverband

Das Diakonische Werk in Hessen und Nassau e.V. (DWHN) ist ein Mitglieder- und Trägerverband für das Evangelische Sozial- und Gesundheitswesen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und zugleich Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. Derzeit gehören dem DWHN 269 Mitglieder mit 401 Einrichtungen an, darunter Krankenhäuser und Einrichtungen der Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe, sowie sozialpflegerische bzw. pädagogische Ausbildungsstätten.
Insgesamt arbeiten in diakonischen Einrichtungen in Hessen und Nassau rund 17.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

In der Landesgeschäftsstelle des DWHN in Frankfurt am Main und in den 19 regionalen Diakonischen Werken, deren Träger das DWHN ist, arbeiten über 1.300 Mitarbeiter. Zu deren Angeboten gehören die Jugend-, Ehe- und Familienberatung, Hilfen für Suchtkranke, Angebote für seelisch Kranke, für Menschen mit Behinderungen, Wohnungslose und alte Menschen, außerdem Mobile Soziale Dienste, Schuldnerberatung und – gemeinsam mit der Caritas – die Bahnhofsmissionen in Darmstadt, Frankfurt und Gießen. Dem DWHN ist zudem die Fachberatung für die Gemeindekrankenpflege, Diakonie- und Sozialstationen zugeordnet.

Finanziert werden die vielfältigen Angebote des DWHN durch Zuweisungen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Zuschüsse und Leistungsentgelte aus öffentlichen Kassen sowie durch Erträge aus Sammlungen, Spenden und Kollekten.

Leitung und Landesgeschäftsstelle

Die seit 1999 geltende Satzung des DWHN ordnet die Aufgabe des Diakonischen Werkes drei Organen zu: Hauptversammlung, Hauptausschuss und Vorstand. Der Vorstand besteht aus mindestens zwei und höchstens drei Personen. Er wird vom Hauptausschuss auf fünf Jahre gewählt. Ein Mitglied des Vorstandes muss Pfarrer oder Pfarrerin sein.

Vorstandsvorsitzender ist Pfarrer Dr. Wolfgang Gern. Verantwortlich für Personal, Organisation und Finanzen im Vorstand ist Diplom-Wirtschaftsingenieur Wilfried Knapp.
Die Landesgeschäftsstelle des DWHN in Frankfurt hat gegenwärtig vier Stabsstellen und sechs Bereiche.

Organigramm-Landesgeschäftsstelle: PDF-Version zum Download (184 KB)


Rechtliche Grundlagen: Diakoniegesetz

Die Kirchengemeinden, so heißt es in dem Gesetz, „nehmen (...) diakonische Aufgaben wahr und leisten dadurch einen sichtbaren Beitrag zur Verkündigung des Evangeliums.“ „Zur Durchführung, Förderung und Unterstützung der diakonischen Arbeit in den Gemeinden und Dekanaten“, so § 12 des Gesetzes, „richtet das Diakonische Werk in Hessen und Nassau unter Beteiligung der Dekanate auf der Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte regionale Diakonische Werke ein.“

Zu der vielgestaltigen diakonischen Verantwortungsgemeinschaft gehören neben den 19 regionalen Diakonischen Werken 81 Diakoniestationen sowie 269 große und kleine Mitglieder des DWHN mit ihren 401 Einrichtungen. Qualitätsvolle Arbeit zu leisten, mit einer Stimme zu sprechen und politisch im Interesse der anvertrauten Menschen Einfluss zu nehmen, sind die Ziele der Diakonie.

Organe

Die Hauptversammlung ist das in der Regel jährlich tagende "Parlament" des DWHN. Sie nimmt den Rechenschaftsbericht des Vorstandes und des Hauptausschusses entgegen, genehmigt die Feststellung der Jahresrechnung und wählt aus ihrer Mitte bis zu sieben Personen in den Hauptausschuss. Vorsitzender der Hauptversammlung des DWHN ist Karl Peter Bruch, Staatsminister a.D.
Der Hauptausschuss bestimmt die Richtlinien der diakonischen Arbeit und kontrolliert den Vorstand. Vorsitzender des Hauptausschusses ist der Wetzlarer Rechtsanwalt und Wirtschaftsprüfer Klaus Rumpf, seine Stellvertreterin ist die Vorstandsvorsitzende des Evangelischen Regionalverbandes Frankfurt, Pfarrerin Esther Gebhardt.

Geschichte: Woher wir kommen

Diakonie gehört zum Christentum von Anfang an. Sie erhielt aber auf dem Hintergrund der sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen des 19. Jahrhunderts („Soziale Frage“) durch den großen protestantischen Sozialgestalter Johann Hinrich Wichern (1808-1881) eine neue Ausrichtung: die Innere Mission. Sie organisierte die Werke der tätigen Nächstenliebe in Vereinen. In Hessen waren dies drei Vereine der Inneren Mission mit Sitz in Darmstadt, Frankfurt und Wiesbaden.

Der andere, jüngere Traditionsstrang des Diakonischen Werkes war nach 1945 das Evangelische Hilfswerk, das die Einheit von Diakonie und verfasster Kirche anstrebte. 1948 schließen sich die drei Vereine zu einem Landesverband der Inneren Mission in Hessen und Nassau zusammen. 1960 vereinigen sich Innere Mission und Hilfswerk zum Diakonischen Werk in Hessen und Nassau (DWHN).
      

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