

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten behandeln vor allem Menschen, deren körperliche Bewegungsmöglichkeiten aufgrund einer Krankheit, des hohen Alters, einer Verletzung oder einer Behinderung eingeschränkt sind.
Basierend auf ärztlichen Diagnosen und eigenen Beobachtungen stellen sie einen Therapieplan auf, der diese Anwendungen enthalten kann:
Dabei beraten Physiotherapeutinnen und -therapeuten ihre Patienten hinsichtlich geeigneter Hilfsmittel, motivieren sie zu Eigenaktivität und Ausdauer und leiten sie zur selbstständigen Durchführung von krankengymnastischen Übungen an.
Physiotherapeutinnen und -therapeuten arbeiten im Gesundheitswesen in
Im Sozialwesen in:
Darüber hinaus bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten in
Physiotherapeutinnen und -therapeuten sollten gerne mit Menschen arbeiten und Interesse an pflegerischen und medizinischen Sachverhalten haben. Sie benötigen ein Gespür dafür, andere Menschen zu fördern und anzuleiten. Körperliche und emotionale Stabilität sind ebenso von Bedeutung, wie die Fähigkeit, Menschen zu motivieren. Sachverständnis für planende und organisatorische Tätigkeiten sollte vorhanden sein. Es gibt immer mehr Patienten mit Migrationshintergrund. Physiotherapeutinnen und -therapeuten müssen deshalb verstärkt auf kulturelle Unterschiede achten um auf diese Patienten eingehen zu können.
Physiotherapeutinnen und -therapeuten werden in der Fachschule und im Krankenhaus oder an anderen medizinischen Einrichtungen ausgebildet. Die praktische Ausbildung absolvieren sie auf verschiedenen Stationen im Krankenhaus.
Außerdem ist
Empfehlenswert ist ein Krankenpflegepraktikum vor Beginn der Ausbildung.
Auswahlverfahren
Die Aufnahme der Bewerber/innen erfolgt meist nach einem persönlichen Gespräch und auf der Basis des schulischen Leistungsstandes in naturwissenschaftlichen Fächern. Die Reihenfolge des Eingangs der Bewerbungen sowie die Art und Umfang der praktischen Erfahrung können weitere Auswahlkriterien sein.
Häufig gibt es zusätzlich schriftliche und/oder mündliche Aufnahmeprüfungen, teilweise auch Bewegungs- oder Sportprüfungen.
Die praktischen Ausbildungsinhalte orientieren sich an den oben genannten Aufgaben und Tätigkeitsfeldern. Der theoretische und praktische Unterricht an der Berufsfachschule behandelt unter anderem:
Die Ausbildung dauert in Vollzeit drei Jahre. Kombinierte Ausbildungen, die zusätzlich den Abschluss als Gymnastiklehrer/in ermöglichen, dauern zwischen dreieinhalb und viereinhalb Jahren. Der theoretische und praktische Unterricht an der Krankenpflegeschule umfasst 2.900 Stunden, die praktische Ausbildung Krankenhaus insgesamt 1.600 Stunden.
Verkürzungen der Ausbildung
Staatlich anerkannte Masseurinnen und medizinische Bademeisterinnen oder Masseure und medizinischen Bademeister können eine Verkürzung beantragen. Ebenfalls staatlich anerkannte Turn- und Sportlehrer/innen oder Gymnastiklehrer/innen.
Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung beendet. Sie umfasst einen schriftlichen, einen praktischen und einen mündlichen Teil. Die Abschlussbezeichnung lautet „Physiotherapeutin oder Physiotherapeut“. Bei doppelt qualifizierenden Lehrgängen lautet die zusätzlich mögliche Abschlussbezeichnung: „Gymnastiklehrerin oder Gymnastiklehrer“.
Aufstiegsweiterbildungen (Auswahl)
Hochschulbildungsgänge (Auswahl)