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Medizinisch-technische Radiologieassistentin und Medizinisch-technischer Radiologieassistent

Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen und -assistenten sind in den Bereichen radiologische Diagnostik und andere bildgebende Verfahren, Nuklearmedizin sowie Strahlentherapie tätig.

Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem:

  • Röntgenaufnahmen des menschlichen Körpers erstellen 
  • Bestrahlungen vorbereiten und durchführen
  • Anlagen und Apparate einstellen und bedienen 
  • Sicherheitsvorkehrungen treffen 
  • Untersuchung dokumentieren und archivieren

Tätigkeitsfelder

Medizinisch-technische Radiologieassistentinnen und -assistenten arbeiten unter anderem in

  • Krankenhäusern, 
  • Facharztpraxen für Radiologie, 
  • Arztpraxen für Allgemeinmedizin
  • Forschungseinrichtungen und bei 
  • Gesundheitsämtern.

Kernkompetenzen

Medizinisch-technische Radiologieassistenten sollten gerne mit technischen Geräten, Maschinen oder Anlagen arbeiten. Ein sicherer Umgang mit dem Computer und die Bereitschaft zum Einarbeiten in neue Programme sind wichtig. Präzision und Zuverlässigkeit sind ebenso eine Grundvoraussetzung wie der einfühlsame Umgang mit kranken Menschen.

Die Ausbildung

Ausbildungsstätten

Theorie und Praxis ihres Berufs lernen angehende medizinisch-technische Radiologieassistentinnen und -assistenten in der Berufsschule. Vertiefte Praxiserfahrungen machen sie in den Labor-, Untersuchungs- und Röntgenräumen von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens. Ein sechswöchiges Krankenhauspraktikum führt die Schüler/innen in verschiedene medizinische Fachabteilungen und Krankenstationen.

Zulassung

  • Mittlerer Bildungsabschluss oder 
  • eine andere abgeschlossene zehnjährige Schulbildung, die den Hauptschulabschluss erweitert oder
  • eine mindestens zweijährige Berufsausbildung.

Je nach Schule werden weitere Zugangsvoraussetzungen gefordert, zum Beispiel

  • ein ärztliches Attest 
  • eine praktische Tätigkeit vor Beginn der Ausbildung 
  • ein polizeiliches Führungszeugnis 
  • eine Hepatitis-B-Impfung.

Auswahlverfahren
Die fachliche und persönliche Eignung der Bewerber/innen wird meist anhand der schriftlichen Bewerbungsunterlagen und in einem persönlichen Gespräch geprüft. Schriftliche Aufnahmeprüfungen sind ebenfalls möglich. Darüber hinaus kann der schulische Leistungsstand entscheidend sein. Einige Schulen legen Wert auf die Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern.

Inhalte

Die praktischen Ausbildungsinhalte orientieren sich an den oben genannten Aufgaben und Tätigkeitsfeldern. Inhalte des Unterrichts an der Berufsfachschule sind unter anderem

  • radiologische Diagnostik und andere bildgebende Verfahren
  • Strahlentherapie
  • Nuklearmedizin
  • Strahlenphysik und Strahlenschutz
  • Bildverarbeitung in der Radiologie

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Verkürzungen der Ausbildung
Auf Antrag kann eine begonnene oder abgeschlossene Ausbildung als

  • Medizinisch-technische/r Laboratoriumsassistent/in, 
  • Medizinisch-technische/r Assistent/in für Funktionsdiagnostik oder 
  • Veterinärmedizinisch-technische/r Assistent/in

angerechnet werden.

Prüfungen / Abschluss

Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung beendet. Sie umfasst einen schriftlichen, einen praktischen und einen mündlichen Teil. Wer die Prüfung bestanden hat, darf sich „Medizinisch-technische Radiologieassistentin“ oder „Medizinisch-technischer Radiologieassistent“ nennen.

Weiterbildung und Studium

Aufstiegsweiterbildungen (Auswahl):

  • Techniker/in Biotechnik
  • Techniker/in Kardiotechnik

Sonderfachkräfte:
Fachassistent/in 

  • klinische Chemie 
  • Mikrobiologie 
  • Hämatologie 
  • Nuklearmedizin 
  • radiologische Diagnostik 
  • Immunhämatologie/Transfusionsmedizin 
  • Virologie
  • Histologie 
  • Molekularbiologie 
  • Radioonkologie

Hochschulbildungsgänge (Auswahl)

  • Physiker/in- medizinische Physik
  • Ingenieur/in - Medizintechnik
  • Ärztin, Arzt
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