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Hauswirtschafterin und Hauswirtschafter

Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter versorgen den Haushalt und betreuen Personen in deren eigenen vier Wänden, in sozialen Einrichtungen sowie in Haushalten landwirtschaftlicher Unternehmen oder Dienstleistungsunternehmen. Sie

  • organisieren und planen Tätigkeiten im gesamten Haushalt,
  • kalkulieren Ausgaben und rechnen sie ab,
  • organisieren die Vorratshaltung von Lebensmitteln,
  • bereiten Mahlzeiten zu und servieren diese,
  • bearbeiten Nutzgärten und 
  • konservieren und veredeln landwirtschaftliche Erzeugnisse, kümmern sich um deren Vermarktung.

Sind Personen zu betreuen, müssen sich Hauswirtschafter/innen auf unterschiedliche Lebenssituationen einstellen. Zu ihren Aufgaben gehören dann unter anderem

  • Kinder versorgen, 
  • kranke und ältere Personen im Alltag unterstützen.

Tätigkeitsfelder

Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter arbeiten in

  • Pflegeheimen
  • Einrichtungen der Altenhilfe
  • Einrichtungen für Menschen mit Behinderung,
  • Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe,
  • Tageseinrichtungen,
  • Krankenhäusern,
  • privaten Haushalten mit Hauspersonal oder
  • landwirtschaftlichen Betrieben und deren Haushalten.

Darüber hinaus bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten in

  • Hotellerie, Gastronomie, Catering (Bereitstellung von Speisen und Getränken durch eine Fremdfirma)
  • Jugendherbergen und Hütten 
  • Erholungs- und Ferienheimen

Kernkompetenzen

Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter sollten gerne mit Menschen arbeiten und Interesse an Ernährungs- und Gesundheitsfragen haben. Gefragt sind praktisch veranlagte Personen, die zupacken können und ihre Aufgaben gewissenhaft erledigen. Sie sollten gut planen und organisieren können und auch bereit sein für Büroarbeiten.

Die Ausbildung

Die meisten Hauswirtschafter/innen werden nach dem dualen System ausgebildet: Sie lernen die Praxis in einem Ausbildungsbetrieb, die Theorie in der Berufsschule. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, den Beruf auf der Basis einer schulischen Ausbildung zu lernen. 

Ausbildungsstätten

Duale Ausbildung
Die duale Berufsausbildung als Hauswirtschafter/in findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Geeignete Ausbildungsbetriebe sind Großhaushalte (Heime oder Kantinen), landwirtschaftliche Unternehmen oder Familienhaushalte. Der Berufsschulunterricht findet ein- bis zwei Mal pro Woche statt.

Ausbildung an schulischen Bildungsstätten
Die theoretische Ausbildung an der Fachschule wird durch praktische Unterrichtsanteile in der Lehrküche ergänzt.

Zulassung

Duale Ausbildung
Eine bestimmte schulische oder berufliche Vorbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben. Betriebe für die Ausbildungsbereiche Hauswirtschaft, Industrie und Handel fordern in der Regel einen Hauptschulabschluss. Der Besuch der Berufsfachschule vor Ausbildungsbeginn ist von Vorteil. Im Ausbildungsbereich der Landwirtschaft wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt. Auch hier ist ein Berufsgrundbildungsjahr oder der Besuch einer Berufsfachschule von Vorteil. Vor Beginn der Ausbildung ist ein ärztliches Attest vorzulegen.

Ausbildung an schulischen Bildungsstätten
Die Schulen legen eigene Zugangskriterien fest. Überwiegend wird der Hauptschulabschluss vorausgesetzt.

Inhalte

Duale Berufsausbildung

Die praktischen Ausbildungsinhalte orientieren sich an den oben genannten Aufgaben und Tätigkeitsfeldern. Im theoretischen Teil werden unter anderem diese Inhalte gelehrt:

  • hauswirtschaftliche Versorgung planen und durchführen
  • Personen betreuen
  • Produkte und Dienstleistungen vermarkten
  • Leistungen kalkulieren und abrechnen
  • hauswirtschaftliche Arbeitsprozesse koordinieren
  • Güter und Dienstleistungen beschaffen
  • Waren lagern
  • Speisen und Getränke herstellen und servieren

Dauer

Die Ausbildung dauert drei Jahre.
Verkürzungen der Ausbildung
Eine Verkürzung ist möglich, hängt jedoch von der Vorbildung ab.

Prüfungen / Abschluss

Duale Ausbildung
Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung beendet. Sie umfasst einen schriftlichen und  einen praktischen Teil.

Schulische Ausbildung
Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung beendet. Diese umfasst einen schriftlichen, einen praktischen und eventuell einen mündlichen Teil.

Wer die Prüfung bestanden hat, darf sich Hauswirtschafterin oder Hauswirtschafter nennen.

Weiterbildung und Studium

Aufstiegsweiterbildungen (Auswahl)

  • Meister/in – Hauswirtschaft
  • Techniker/in - Hauswirtschaft und Ernährung
  • Fach- und Betriebswirt/in, Fachkaufleute
  • Betriebswirt/in (Fachschule) - Hauswirtschaft
  • Betriebswirt/in (Fachschule) - Management im Gesundheitswesen
  • Fachwirt/in - Organisation und Führung (Sozial)

Sonderfachkräfte

  • Fachhauswirtschafter/in
  • Haus- und Familienpfleger/in (Fachschule)
  • Dorfhelfer/in
  • Wirtschafter/in – Hauswirtschaft
  • Hauswirtschaftliche/r Betriebsleiter/in

Hochschulbildungsgänge (Auswahl)

  • Ökotrophologin, Ökotrophologe [Ernährungswissenschaftler(in)]
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