

Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten unterstützen und fördern Menschen jeden Alters, die in ihrer alltäglichen Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Ziel der Ergotherapie ist es, die motorischen, kognitiven, psychischen und sozialen Fähigkeiten der Patienten zu erhalten oder wiederherzustellen.
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
Besonders wichtig bei der Arbeit einer Ergotherapeutin und eines Ergotherapeuten ist, dass die Angehörigen und das Umfeld der Patienten mit in den Therapieplan einbezogen werden. Die Therapie soll langfristig helfen, damit die Patienten ein möglichst normales Leben führen können.
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten arbeiten im Gesundheitswesen als Angestellte in Krankenhäusern wie Hochschulkliniken, Vorsorge- und Rehabilitationskliniken oder in Praxen für Ergotherapie. Als Selbständige leiten sie solche Praxen. Im Sozialwesen arbeiten sie in
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten sollten gerne mit Menschen arbeiten und Interesse an sozialen, psychologischen, pflegerischen und medizinischen Sachverhalten haben. Freude an Musik und kreativenTätigkeiten ist von Vorteil.
Die theoretische Ausbildung erfolgt in Fachschulen, die praktische in Fachkliniken oder Praxen.
Die Fachschulen haben individuelle Auswahlverfahren. Bewerberinnen und Bewerber sollten sich rechtzeitig über die aktuellen Anforderungen informieren. Manchmal muss eine Hepatitis-B-Impfung nachgewiesen werden.
Die praktischen Ausbildungsinhalte orientieren sich an den oben genannten Aufgaben und Tätigkeitsfeldern. Im theoretischen Teil werden unter anderem diese Unterrichtsinhalte gelehrt:
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Der theoretische und praktische Unterricht umfasst 2.700 Stunden, die praktische Ausbildung 1.700 Stunden.
Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung beendet. Sie umfasst einen schriftlichen, einen praktischen und eventuell einen mündlichen Teil. Wer die Prüfung besteht, darf sich Ergotherapeutin und Ergotherapeut nennen.
Aufstiegsweiterbildungen (Auswahl)
Sonderfachkräfte
Hochschulstudium (Auswahl)
Interkulturelles Wissen wird wichtiger
Immer mehr Patienten sind Einwanderer oder Kinder von Einwanderern. Um auf deren Bedürfnisse einzugehen und deren Grenzen zu respektieren, benötigen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten besonderes Wissen und Sensibilität in der Wahrnehmung.
Kommunikationsfähigkeiten sind gefragt
Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten werden immer stärker in das Case- oder Fall-Management des Gesundheits- und Sozialwesens eingebunden. Bei diesem Versorgungskonzept werden die einzelnen Institutionen stärker miteinander vernetzt. Es besteht ein enger Austausch mit Ärzten, Pflege- und Physiotherapeuten. Dadurch können Doppeluntersuchungen und Widersprüche in der Behandlung vermieden werden. Neben den therapeutischen Fähigkeiten benötigen Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten künftig auch verstärkt Kompetenzen in den Bereichen Kommunikation und Koordination.