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Abschiebungsbeobachtung

Am Flughafen Frankfurt am Main wurden im Mai 2006 zwei Stellen zur Abschiebungsbeobachtung eingerichtet. Ziel dieses von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und dem Bistum Limburg initiierten Projektes ist es, die Praxis von Abschiebungen zu beobachten und damit Transparenz in einem nicht allgemein zugänglichen und öffentlich nicht kontrollierten Bereich staatlichen Handelns herzustellen. Zwei Abschiebungsbeobachterinnen berichten regelmäßig dem „Forum Abschiebungsbeobachtung am Flughafen Frankfurt“ (FAFF) vor allem im Blick auf Verstöße gegen die Verhältnismäßigkeit eingesetzter Mittel und Verletzungen humanitärer Ansprüche. Im FAFF bemühen sich Vertreter/innen der Kirchen, der Bundespolizei sowie von Flüchtlings- und Menschenrechtsinitiativen um sachgemäße Verbesserungen, insbesondere wo es um den Schutz der Menschenrechte abzuschiebender Personen geht.

Die Abschiebungsbeobachterinnen haben aufgrund der Vereinbarungen mit der Bundespolizei ungehinderten Zugang zu den Räumlichkeiten, in denen sich Abzuschiebende befinden.

  • Sie sind Ansprechpartnerinnen für Initiativen, Beratungsstellen und Kirchengemeinden bei „problematischen“ Abschiebungen (z.B. bei Suizidgefahr, Trennung von Familien, Krankheiten und Hinweisen auf offensichtliche Verfahrensmängel).
  • Sie vermitteln zwischen allen am Abschiebungsprozess Beteiligten (Bundespolizeibeamte, Abzuschiebende, medizinisches Fachpersonal, Flughafen- und Airline-Personal usw.).
  • Sie vermitteln auf Nachfrage bei noch offenen Fragen Kontakte zu beteiligten Rechtsanwälten/innen und anordnenden Behörden.
  • Sie unterstützen Menschen durch Vermittlung von Kontakten ins Heimatland.
  • Sie berichten regelmäßig dem „Forum Abschiebungsbeobachtung am Flughafen Frankfurt (FAFF)“.

Das FAFF legt jährlich einen ausführlichen Jahresbericht ( 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2009/10) vor und veröffentlicht ihn in einem Pressegespräch. Die Abschiebungsbeobachtung in Frankfurt kooperiert eng mit den Abschiebungsbeobachtungen an den Flughäfen in Düsseldorf und in Hamburg. Gemeinsam mit anderen Landeskirchen, Diakonischen Werken und der Evangelischen Kirche in Deutschland bemühen wir uns darum, Abschiebungsbeobachtungen auch an anderen Flughäfen zu etablieren (siehe Informationen zur Abschiebungsbeobachtung des Bevollmächtigten des Rates der EKD und des Leiters des Kommissariats der Katholischen Bischöfe - PDF 61 KB).

Kontakt

Abschiebungsbeobachtung am Flughafen Frankfurt am Main
Diana Nuñez und Sofia Solkidou
Telefon: 069 69066908
Mobil: 0173 3061644
monitoring(at)kirche-am-flughafen.org 

Forum Abschiebungsbeobachtung am Flughafen Frankfurt (FAFF)
Moderator und Sprecher: Pfarrer Andreas Lipsch
Interkultureller Beauftragter der Evangelischen Kirche und des Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 7947-226
Telefax: 069 7947-99226
andreas.lipsch(at)dwhn.de 

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