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Straffälligenhilfe Übergang in die Freiheit

Die Straffälligenhilfe ist ein traditionelles Arbeitsfeld der Diakonie. Bereits 1826 gründete Theodor Fliedner die Rheinisch-Westfälische Gefängnisgesellschaft, die zum Vorbild für alle späteren Vereine zur Straffälligenhilfe wurde.

Seit 1970 bietet das Diakonische Werk in Hessen und Nassau und seine Mitgliedseinrichtungen in 17 Diensten und Einrichtungen Hilfen für ehemalige Straffällige, von Haft bedrohte Menschen, Inhaftierte und ihre Angehörigen an. Die Straffälligenhilfe versucht, Menschen das Finden von Lebensformen zu ermöglichen, die sie zu einer eigenverantwortlichen Bewältigung der gesellschaftlichen Anforderungen befähigen. Die Straffälligenhilfe leistet damit einen Beitrag zur Verbesserung der aktuellen Lebenssituation der Hilfesuchenden und hat darüber hinaus einen präventiven Charakter. Hierbei sind Akzeptanz, Freiwilligkeit, Durchgängigkeit, Ganzheitlichkeit, Nachhaltigkeit und Vertraulichkeit handlungsleitende Prinzipien.

Die Straffälligenhilfe der Diakonie achtet die Würde des Menschen - sowohl als Opfer als auch als Täter. Sie bekennt sich zur Verantwortung des Täters vor der Gesellschaft und zur Verantwortung der Gesellschaft gegenüber dem Täter. Sie ist getragen vom Versöhnungsgebot Gottes, nimmt den Versöhnungsauftrag der Menschen untereinander ernst und ermutigt zum Dialog zwischen straffällig gewordenen Menschen, ihren Geschädigten und der Gesellschaft.

Die Arbeit ist bestimmt durch Professionalität. Sie wird geprägt von christlicher Grundhaltung und wird anwaltschaftlich ausgeübt. Veränderungen gesellschaftlicher Rahmenbedingungen werden erkannt, aktuelle sozial- und kriminalpolitische Entwicklungen werden wahrgenommen und Meinungsbildungsprozesse eingeleitet. Die Straffälligenhilfe der Diakonie verfügt über ein breites Netzwerk sozialer Dienste und Einrichtungen, um individuelle Hilfen zu ermöglichen. Die eigenen Dienste und Einrichtungen umfassen insbesondere Fachberatungsstellen, stationäre Einrichtungen und Betreutes Wohnen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Diakonie sind Ansprechpartner für alle Lebensbereiche. Sie begleiten die Menschen vor, während und nach der Haft und bieten umfassende Hilfe. Dazu gehören: Unterstützung bei der Suche nach Arbeit und Wohnung, Suchtberatung, Schuldenberatung, Klärung von Beziehungskonflikten, von Rechtsfragen und Sozialleistungsansprüchen. Zudem kümmert sich die Diakonie um straffällig gewordene Jugendliche. Damit die jungen Menschen ihre Verurteilung für einen Neuanfang nutzen, werden sie von Mitarbeitern der Diakonie begleitet. Sie haben unter anderem in Projekten zum Täter-Opfer-Ausgleich die Chance, sich mit der eigenen Schuld auseinander zu setzen und Vergebung zu erfahren.

Folgende, aufeinander abgestimmte Angebote finden Sie hier:

  • Freie Straffälligenhilfe ist als Beratungsangebot unabhängig von sozialen Diensten der Justiz und unterscheidet sich davon u.a. durch die Schweigepflicht sowie durch die durchgängige Ausgestaltung der Hilfen. 
  • Übergangsmanagement dient der intensiven Vorbereitung der Entlassung von Gefangenen aus dem geschlossenen Vollzug sowie der beruflichen und sozialen Integration. Die Zuweisung der Gefangenen erfolgt durch den Sozialdienst der Justizvollzugsanstalt, spätestens sechs Monate vor der Entlassung. 
  • Externe Ausländerberatung ist ein spezielles Beratungsangebot der Diakonie. Es wendet sich an Inhaftierte innerhalb der Anstaltsmauern und deren Angehörige.
  • Wohnhilfen werden angeboten von der stationären Hilfe bis zum Betreuten Wohnen. 
  • Täterberatung z.B. bei häuslicher Gewalt. 
  • Täter-Opfer-Ausgleich mit der Ausweitung auf Jugendliche. 
  • Angehörigenarbeit 
  • Freiwilliges Engagement als Ergänzung der professionellen Arbeit mit von Haft bedrohten, inhaftierten und haftentlassenen Menschen und deren Angehörigen. 

 

Detaillierte Informationen zu Angeboten von Diensten und Einrichtungen der Straffälligenhilfe der Diakonischen Werke in Hessen und Nassau sowie Kuhrhessen-Waldeck entnehmen Sie der Broschüre " Übergang in die Freiheit".

Das Diakonische Werk in Hessen und Nassau ist unter anderem Mitglied in der Evangelischen Konferenz für Straffälligenhilfe.

Kontakt

Referat Gefährdetenhilfe
Stefan Gillich
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau e.V.
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 7947-222
Telefax: 069 7947-99222
stefan.gillich(at)dwhn.de

Sekretariat
Sandra Ehm
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau e.V.
Ederstraße 12
60486 Frankfurt am Main
Telefon: 069 7947-284
Telefax: 069 7947-99284
sandra.ehm(at)dwhn.de

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