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August 2011

„Göttliches Werk in menschlichen Händen“

20 Jahre „Wendepunkt - Haus für Frauen in Wohnungsnot“ in Mainz


Mit einer festlichen Andacht wurde das Jubiläum 20 Jahre „Wendepunkt“ in der Mainzer Paulusgemeinde gefeiert. 1991 wurde der „Wendepunkt“ als Anlaufstelle für wohnungslose Frauen in Mainz errichtet – als Ort der Hoffnung inmitten von Angst und Krise.

20 Jahre Wendepunkt – dahinter verbergen sich bei genauerer Betrachtung 240 Monate oder 7300 Tage Hilfe für Frauen in Notlagen. Pfarrerin Renate Elmenreich erklärte in ihren Begrüßungsworten, dass der „Wendepunkt“ auch eine Wende am Standort Mainz bedeutete – war er vor zwanzig Jahren das erste frauenspezifische Angebot für Wohnungslose. Von Anfang an diente der „Wendepunkt“ als Zufluchts-ort als schnelle Hilfe und psychologische Stütze für obdachlose Frauen.

„Der Wendepunkt ist ein Ort der Hoffnung in Mainz“, sagte Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender der Diakonie in Hessen und Nassau, in seiner Predigt aus Anlass zum Jubiläum des Wendepunktes. In seiner Predigt bezog er sich auf die starke kanaanäischen Frau, die nicht locker ließ Jesus zu Bitten, bis Jesus der Tochter der Frau half. Auch er betonte, dass der „Wendepunkt“ für Licht in der Dunkelheit und Auferstehung zum Leben stehe, damit das Dunkel nicht das letzte Wort habe und Wege zur Hoffnung gefunden werden. Es brauche Menschen, die andere mit ihrem Glauben, ihrem Mut und mit ihrem Herzen ansteckende, ebenso wie die bittende Frau Im Evangelium, sagte Gern in der Mainzer Paulusgemeinde. Dies habe der „Wendepunkt“ in Mainz in den letzten 20 Jahren immer wieder gezeigt. „Aufgabe der Diakonie ist es, Milieus und Kulturen zu überschreiten, ist damit sozusagen der ausgestreckte Arm der Kirche in die Gesellschaft hinein“, fügte er hinzu. Dafür stehe auch der Mainzer Wendepunkt. „Die Einrichtung wurde in den zurückliegenden Jahren nicht nur eine Wohnstätte, sondern ein vernetztes Angebot für Frauen in Wohnungsnot“, zollte Gern den Mitarbeitenden für die geleistete Arbeit Respekt.

Nach dem Segen durch Pfarrerin Annemarie Schäfer wurde zum festlichen Empfang im Gemeindegarten geladen. Hier bot sich die Gelegenheit für verschiedene Grußworte aus Politik, Verwaltung und kirchlichen Institutionen. Dabei beschrieb es der Mainzer Dekan Andreas Klodt als „göttliches Werk in menschlichen Händen, wenn Wendepunkt ermöglicht und noch wichtiger – von Frauen in Not für sich selbst gesetzt werde.“

Weitere Informationen zur Arbeit des „Wendepunkt – Haus für Frauen in Wohnungsnot“ und dem 20jährigen Jubiläum sind erhältlich unter:

Wendepunkt - Evang. Wohnungslosenhilfe Mainz
Nahestraße 7
55118 Mainz
Telefon: 06131/27 55 50
Telefax: 06131/61 82 35


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